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Ein Köcher zum SchutzEigentlich ist die Köcherfliege eher von ihrer Larve her bekannt. Diese baut nämlich den für die Art charakteristischen und namensgebenden Köcher. Die Fliege selbst ist eher unscheinbar grau, schwarz oder braun gefärbt. Sie sind leicht zu verwechseln mit verschiedenen Kleinschmetterlingen, sind von diesen jedoch durch die behaarten - nicht beschuppten - Flügel und das Fehlen eines aufgerollten Saugrüssels zu unterscheiden. Die Flügel legen sie - auch im Gegensatz zu den Schmetterlingen - in der Ruhestellung immer dachförmig auf dem Hinterleib aneinander. Köcherfliegen sind i.d.R. in der Nähe von Wasser anzutreffen und verbergen sich am Tage meist in der Ufervegetation. Bei Einbruch der Dämmerung werden sie aktiv und flattern umher. Die Larven fast aller Arten der Köcherfliegen leben im Wasser. Sie sind meist auf der Unterseite von im Wasser liegenden Steinen und Holzstücken zu finden. Trotzdem muss man genau hinschauen, denn sie sind gut getarnt. Zu ihrem Schutz bauen sich die Larven nämlich einen Köcher - eine Art Wohnröhre. diese Köcherfliegenlarve hat in ihrem Köcher kleine Schnecken- und Muschelschalen verbaut
Dafür verwenden sie Material aus ihrer Umgebung, wie Steinchen, Sandkörner, Zweigstückchen, kleine leere Schnecken- oder Muschelschalen, Teile grüner oder welker Blättchen und Grashalme o.ä.. Viele Arten haben ein ganz spezifisches Baumuster, so dass man sie oftmals anhand ihrer Gehäuse allein bestimmen kann. Der Köcher wird ständig umhergetragen und nie freiwillig verlassen. Bei Gefahr kann sich die Larve auch vollständig in ihn zurückziehen. Wenn die Larven wachsen, fügen sie am Vorderende weiteres Material an und entfernen am Hinterende die älteren und deshalb zu engen Teile. Die Köcher sind stets an beiden Enden offen und die Bewegungen der Larve erzeugen einen Wasserstrom durch das Gehäuse hindurch. Hierdurch wird das Tier ständig mit Sauerstoff versorgt. Aufgrund ihrer Anpassung an bestimmte Gewässertypen und -qualitäten eignen sich die Larven vieler Köcherfliegen-Arten gut als Bioindikatoren. Sie bilden daher bei der biologischen Gewässergüteüberwachung eine der größten Gruppen zur Beurteilung des Belastungszustandes von Fließgewässern. Weitere Informationen unter: www.trichoptera-rp.de/ |
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